DIS-Einblicke 🧩-Teil 26
Liebe und DIS – das geht
Beim Schreiben merke ich oft erst, wie es eigentlich ist.
Was Menschen ohne DIS oft nicht wissen …
Menschen mit DIS können lieben – und geliebt werden.
Meine Antwort lautet: Ja.
Vielleicht braucht sie mehr Geduld. Mehr Gespräche. Mehr Verständnis füreinander.
Aber Liebe wird nicht unmöglich, nur weil ein Mensch eine Dissoziative Identitätsstörung hat.
Sie sieht manchmal einfach etwas anders aus.
Wie es sich anfühlen kann
Hedda setzte sich dazu.
„Sechs Jahre“, sagte Gaby lächelnd.
„Eigentlich wir“, antwortete Hedda.
Für einen Moment wurde es still.
Nicht alle inneren Anteile verstanden sofort, warum dieser Tag so besonders war.
Manche freuten sich.
Manche beobachteten vorsichtig.
Manche brauchten einfach noch einen Augenblick.
Denn Liebe bedeutet nicht, dass alle gleichzeitig am selben Ort ankommen.
Manchmal bedeutet sie einfach, dass jemand geduldig wartet.
Ein Gedanke dazu
Ich glaube, sie gelingt wie jede andere Beziehung auch:
Durch Vertrauen.
Durch Ehrlichkeit.
Durch Geduld.
Und durch Menschen, die bereit sind, einander immer wieder neu kennenzulernen.
Vielleicht ist genau das die schönste Form von Liebe.
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