Die Prokrastination zieht ein
Ich wollte die Schublade aufziehen.
Wirklich.
Ich stand davor,
hatte die Hand schon am Griff—
und dachte: „Ich mach das gleich.“
hatte die Hand schon am Griff—
und dachte: „Ich mach das gleich.“
Die Prokrastination.
Quer.
Bequem.
Auf dem Holzpfannenwender wie auf einer Sonnenliege.
Bequem.
Auf dem Holzpfannenwender wie auf einer Sonnenliege.
„Hi“, sagte sie ohne aufzusehen. „Später.“
Die Ungeduld explodierte sofort. „JETZT!“
Die Prokrastination drehte sich langsam zur Seite. „Nein.“
Die Hoffnung trat vor. „Vielleicht fangen wir einfach mit einer kleinen Sache an?“
„Gute Idee“, sagte die Prokrastination.
Pause.
„Später.“
Der Perfektionismus räusperte sich. „Das ist ineffizient.“
„Das klingt nach Arbeit“, sagte sie und zog sich ein Taschentuch wie eine Decke über die Beine.
Der Zweifel grinste. „Ich mag sie auch.“
Ich sah sie an. „Was genau machst du hier?“
Sie gähnte. „Ich verschiebe Dinge.“
„Warum?“
„Weil ich es kann.“
Die Ungeduld lief im Kreis. „WIR HABEN SACHEN ZU TUN!“
„Ja“, sagte die Prokrastination ruhig, „aber nicht jetzt.“
Die Müdigkeit hob kurz den Kopf. „Ich fühl mich verstanden.“
Die Liebe setzte sich daneben. „Du nimmst Druck raus.“
Die Prokrastination nickte. „Genau.“
Der Perfektionismus schnaubte. „Du zerstörst Fortschritt.“
„Ich schütze vor Überforderung“, sagte sie.
Sie gähnte. „Ich verschiebe Dinge.“
„Warum?“
„Weil ich es kann.“
Die Ungeduld lief im Kreis. „WIR HABEN SACHEN ZU TUN!“
„Ja“, sagte die Prokrastination ruhig, „aber nicht jetzt.“
Die Müdigkeit hob kurz den Kopf. „Ich fühl mich verstanden.“
Die Liebe setzte sich daneben. „Du nimmst Druck raus.“
Die Prokrastination nickte. „Genau.“
Der Perfektionismus schnaubte. „Du zerstörst Fortschritt.“
„Ich schütze vor Überforderung“, sagte sie.
Kurze Stille.
Die Angst sah sie an. „Und wenn man dann gar nichts macht?“
Die Prokrastination zuckte mit den Schultern. „Dann war es vielleicht zu viel.“
Die Prokrastination zuckte mit den Schultern. „Dann war es vielleicht zu viel.“
Ich merkte, wie sich etwas veränderte.
Es wurde… langsamer.
Nicht ruhig. Nicht entspannt.
Sondern zäh.
Es wurde… langsamer.
Nicht ruhig. Nicht entspannt.
Sondern zäh.
Ich griff nach einem Gummiband - und legte es wieder zurück.
Ich wollte etwas sagen - und ließ es bleiben.
Ich wollte etwas sagen - und ließ es bleiben.
„Siehst du“, murmelte die Prokrastination zufrieden. „Funktioniert.“
Die Ungeduld hielt es nicht mehr aus. „ICH MACH DAS JETZT!“
Sie sprang vor - stolperte über ein Taschentuch - und blieb liegen. „…gleich“, murmelte sie.
Sie sprang vor - stolperte über ein Taschentuch - und blieb liegen. „…gleich“, murmelte sie.
Der Zweifel nickte. „War klar.“
Ich atmete tief durch.
Dann griff ich in die Schublade,
nahm ein einziges Ding-
nur eins-
und legte es an einen besseren Platz.
Die Prokrastination beobachtete das.
Ganz ruhig.
„Okay“, sagte sie schließlich, „das war klein genug.“
nahm ein einziges Ding-
nur eins-
und legte es an einen besseren Platz.
Die Prokrastination beobachtete das.
Ganz ruhig.
„Okay“, sagte sie schließlich, „das war klein genug.“
Ich sah sie an. „Du bleibst auch, oder?“
Sie grinste müde. „Ja… aber nicht sofort.“
Sie grinste müde. „Ja… aber nicht sofort.“
Natürlich nicht.
Ich schob die Schublade langsam zu.
Drinnen bewegte sich… wenig.
Aber etwas.
Und ich dachte: Vielleicht ist sie nicht das Problem.
Nur…
wenn sie alles übernimmt.
Ich schob die Schublade langsam zu.
Drinnen bewegte sich… wenig.
Aber etwas.
Und ich dachte: Vielleicht ist sie nicht das Problem.
Nur…
wenn sie alles übernimmt.
Dies ist eine Geschichte aus meiner Reihe Küchenschublade, als Metapher für die menschliche Innenwelt. Die erste Geschichte Die Hoffnung in meiner Schublade brachte mich auf die Idee.
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