Mittwoch, 29. April 2026

Funktionieren kostet Kraft 🧩-Teil 12

DIS-Einblicke


Was Menschen ohne DIS oft nicht wissen …

🎭 Nach außen läuft alles – innen ist es oft anstrengend.


Vielleicht siehst du mich im Alltag und denkst: Das klappt doch alles ganz gut.

Ich funktioniere.

Ich arbeite, rede, organisiere, lächle.

Und ja – vieles davon gelingt auch.

Was man von außen nicht sieht:

Wie viel Abstimmung das innen braucht.

Wie viel Kraft es kostet, alles zusammenzuhalten.


Während ich funktioniere, läuft innen oft viel gleichzeitig.

Unruhe. Anspannung. Wechsel.

Und wenn der Alltag vorbei ist, kommt oft die Erschöpfung.


🧩Wie es sich anfühlen kann

Ich sitze im Teammeeting.  Ich lächle, mache mir Notizen, bringe mich ein.

Alles wirkt klar. Strukturiert. Als hätte ich alles im Griff.

Innen ist Bewegung. Aber ich halte die Fäden zusammen.

Als ich nach Hause komme, lasse ich mich aufs Bett fallen.

Die Spannung fällt ab. Zu schnell. Zu viel.

Dann ist da Leere. Und gleichzeitig ein dumpfer Schmerz.

Ein Anteil fängt an zu weinen. Leise, erschöpft.

Ein anderer wird sofort still. Fährt den Körper herunter.

Ich liege einfach da.

Und merke, wie viel Kraft es gekostet hat, den Tag über „einfach“ zu funktionieren.


🧩 Ein Gedanke dazu

Wenn ich also stark wirke, heißt das nicht, dass es leicht ist – sondern oft nur, dass ich gerade noch halte, was innen viel Kraft braucht.


🧩

Dieser Beitrag gehört zur Reihe DIS-Einblicke und beschreibt meinen Alltag mit dissoziativer Identitätsstörung


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