Sonntag, 26. April 2026

DIS-Einblicke - 🧩 Teil 11

Der Körper gehört nicht immer „allen“

🧩 DIS-Einblicke

Ein kurzer Blick in meinen Alltag mit DIS. Beim Schreiben merke ich oft erst, wie es eigentlich ist.

Was Menschen ohne DIS oft nicht wissen…

🧍‍♀️ Der Körper fühlt sich nicht für alle gleich an.

Vielleicht fühlst du dich einfach „in deinem Körper zu Hause“.

Ohne groß darüber nachzudenken.

Für mich ist das nicht immer so.
Es gibt Momente, da passt der Körper nicht zu dem, der gerade vorne ist.
Manche Anteile fühlen sich klein – in einem großen Körper.
Andere spüren ihn nur verschwommen.
Und manchmal wirkt er fremd, fast wie geliehen.

Körperwahrnehmung ist nicht einheitlich – sie kann wechseln.


🧩 Wie es sich anfühlen kann

Ich schaue auf meine Hände.
Sie liegen einfach da – vertraut und doch nicht.
„Das sind nicht meine“, denkt etwas in mir.

Es fühlt sich jung an. Unsicher.

Die Hände wirken plötzlich zu groß. Zu erwachsen.
Ich schiebe sie in die Hosentaschen. Als könnte ich sie damit ein bisschen verstecken.

Für einen Moment wird alles enger innen.
Fremder.

Später sitze ich am Laptop. Die Finger bewegen sich sicher über die Tastatur. Schnell, routiniert, selbstverständlich.

Jetzt passt es wieder. Ein anderer Teil ist vorne.

Und der Körper fühlt sich plötzlich ganz normal an.


🧩 Ein Gedanke dazu

Wenn ich also anders wirke in meinem Körper, dann hat sich nicht der Körper verändert – sondern wer ihn gerade erlebt.


🧩

Dieser Beitrag gehört zur Reihe DIS-Einblicke und beschreibt meinen Alltag mit dissoziativer Identitätsstörung



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